Zum Ende der diesjährigen Drohnensaison habe ich meine DJI Air 3S vermutlich zum letzten Mal in diesem Jahr gründlich kontrolliert und gewartet.
Auch wenn die Drohne aktuell einwandfrei funktioniert, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Kleine Beschädigungen an den Propellern, schwache Akkus oder veraltete Software können die Flugsicherheit beeinträchtigen.
Die Wartung umfasste deshalb nicht nur Firmware-Updates. Ich kontrollierte auch die Akkus, Propeller, Sensoren und das gesamte Fluggerät.
Warum ich die Drohne regelmäßig kontrolliere
Eine Kameradrohne ist während eines Einsatzes unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Dazu gehören Starts auf unebenem Untergrund, Wind, Staub, Feuchtigkeit und häufige Transportwege.
Auch ohne Absturz können mit der Zeit kleinere Schäden entstehen. Ein Propeller kann eine Kerbe bekommen. Kontakte können verschmutzen. Ein Akku kann sich ungewöhnlich verhalten.
Eine regelmäßige Sicht- und Funktionskontrolle hilft dabei, solche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Firmware der DJI Air 3S aktualisiert
Zu Beginn der Wartung prüfte ich die Firmware der DJI Air 3S, der Fernsteuerung und der eingesetzten Akkus.
Firmware-Updates können Fehler beheben, die Stabilität verbessern und Funktionen aktualisieren. Nach einem Update kontrolliere ich, ob die Verbindung zwischen Drohne und Fernsteuerung korrekt aufgebaut wird.
Dabei prüfe ich unter anderem:
- Firmware der Drohne
- Software der Fernsteuerung
- Firmware der eingesetzten Akkus
- Funktion der DJI-Fly-App
- Verbindung zwischen Drohne und Fernsteuerung
- verfügbare Kamera- und Flugeinstellungen
Nach größeren Updates kontrolliere ich zusätzlich wichtige Einstellungen. Manche Werte können durch eine Aktualisierung verändert oder zurückgesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise Flughöhen, Rückkehrhöhe und weitere Sicherheitseinstellungen.
Aktualisierung der DJI-FlySafe-Daten
Auch die in der DJI-Software hinterlegten FlySafe- beziehungsweise GEO-Daten wurden kontrolliert und aktualisiert.
Diese Daten zeigen bestimmte Zonen an, in denen der Drohnenflug eingeschränkt oder gesperrt sein kann. Sie sind eine technische Unterstützung bei der Flugplanung.
Die DJI-Datenbank ersetzt jedoch keine rechtliche Prüfung des geplanten Einsatzortes. Vor jedem Flug müssen die aktuellen geografischen Gebiete, mögliche Flugverbotszonen und weitere Einschränkungen über geeignete offizielle Quellen geprüft werden.
Auch vorübergehende Beschränkungen können relevant sein. Dazu gehören beispielsweise Einsätze von Polizei und Feuerwehr, Veranstaltungen oder besondere Luftraumbeschränkungen.
Kontrolle der Akkus
Die Akkus gehören zu den wichtigsten Bauteilen einer Drohne. Während der Wartung habe ich jeden Akku einzeln kontrolliert.
Dabei achtete ich auf:
- Beschädigungen am Gehäuse
- Verformungen oder Wölbungen
- verschmutzte Kontakte
- auffällige Erwärmung
- ungewöhnlich schnelle Entladung
- Abweichungen bei den Zellspannungen
- sicheren Sitz in der Drohne
- bisherigen Zustand und Ladezyklen
Ein Akku mit sichtbarer Beschädigung oder Verformung darf nicht weiterverwendet werden.
Für eine längere Lagerung sollten die Akkus außerdem nicht dauerhaft vollständig geladen aufbewahrt werden. Die intelligenten DJI-Akkus reduzieren ihren Ladestand nach einer festgelegten Zeit automatisch. Trotzdem kontrolliere ich den Ladezustand regelmäßig.
Die Akkus werden trocken, geschützt und bei möglichst gleichmäßiger Temperatur gelagert.
Propeller gründlich geprüft
Die Propeller habe ich ausgebaut und einzeln kontrolliert. Bereits kleine Schäden können zu Vibrationen oder einem unsicheren Flugverhalten führen.
Besonders wichtig sind:
- Risse
- Kerben
- verbogene Kanten
- Verfärbungen
- lockere Befestigungen
- beschädigte Aufnahmen
- auffällige Unterschiede zwischen den Propellern
Beschädigte Propeller werden nicht repariert, sondern ersetzt. Das gilt auch dann, wenn die Drohne mit einem leicht beschädigten Propeller noch scheinbar normal fliegt.
Bei Zweifeln ist ein Austausch günstiger als ein möglicher Schaden an der Drohne.
Motoren und Ausleger kontrolliert
Anschließend prüfte ich die vier Motoren und die klappbaren Ausleger.
Die Motoren müssen sich frei und gleichmäßig drehen lassen. Schleifgeräusche, Widerstände oder seitliches Spiel können auf Verschmutzungen oder Beschädigungen hinweisen.
Bei den Auslegern kontrollierte ich:
- Gelenke und Verriegelungen
- sichtbare Risse
- ungewöhnliches Spiel
- Kabelbereiche
- Motorbefestigungen
- sicheren Sitz der Propeller
Staub und lose Verschmutzungen entfernte ich vorsichtig. Flüssige Reinigungsmittel gehören nicht in die Motoren oder andere Öffnungen der Drohne.
Kamera und Gimbal geprüft
Für Foto- und Videoaufnahmen müssen Kamera und Gimbal sauber und frei beweglich sein.
Ich kontrollierte die Kameralinse auf Staub, Fingerabdrücke und Beschädigungen. Zusätzlich prüfte ich, ob sich der Gimbal nach dem Einschalten korrekt ausrichtet.
Zu dieser Kontrolle gehören:
- Kameralinse
- Gimbal-Aufhängung
- freie Beweglichkeit
- Schutzabdeckung
- Bildübertragung
- Foto- und Videoaufnahme
- Speicherkarte
- Steckplatz der Speicherkarte
Die Gimbal-Abdeckung wird vor jedem Start entfernt und nach dem Einsatz wieder angebracht. Sie schützt die empfindliche Aufhängung während des Transports.
Sensoren und Gehäuse gereinigt
Die DJI Air 3S nutzt verschiedene Sensoren zur Erkennung der Umgebung. Verschmutzte Sensorflächen können die Funktion beeinträchtigen.
Deshalb reinigte und kontrollierte ich:
- Hindernissensoren
- Kamerasysteme
- Unterseite der Drohne
- Landeflächen
- Lüftungsöffnungen
- Akkuschacht
- Anschlussbereiche
Die Reinigung erfolgte vorsichtig mit geeigneten weichen Materialien. Kratzende Tücher und aggressive Reinigungsmittel sind ungeeignet.
Fernsteuerung und Zubehör kontrolliert
Auch die Fernsteuerung gehört zur Wartung. Ich kontrollierte die Bedienelemente, Sticks, Anschlüsse und den Akku.
Zusätzlich prüfte ich mein Zubehör:
- Ladestation
- Netzteile und Ladekabel
- Ersatzpropeller
- Speicherkarten
- ND-Filter
- Transporttasche
- Start- und Landematte
- Kennzeichnung der Drohne
- notwendige Unterlagen und Nachweise
Damit soll sichergestellt werden, dass beim nächsten Einsatz nicht nur die Drohne, sondern auch das benötigte Zubehör einsatzbereit ist.
Kurzer Funktionstest nach der Wartung
Nach der technischen Kontrolle führte ich einen Funktionstest durch.
Dabei prüfte ich zunächst am Boden:
- Start der Drohne
- Verbindung zur Fernsteuerung
- GPS-Empfang
- Kameraübertragung
- Gimbal-Funktion
- Akkustatus
- Fehlermeldungen
- verfügbare Satelliten
- eingestellten Rückkehrpunkt
Ein kurzer Probeflug an einem geeigneten Ort kann anschließend zeigen, ob die Drohne ruhig schwebt und normal auf Steuerbefehle reagiert.
Nach Firmware-Updates fliege ich zunächst vorsichtig und in geringer Entfernung. Erst wenn alle Funktionen zuverlässig arbeiten, plane ich wieder einen regulären Einsatz.
Wartung bedeutet nicht automatisch Reparatur
Bei meiner Kontrolle wurden die üblichen Wartungs- und Prüfarbeiten durchgeführt. Eine solche Sicht- und Funktionskontrolle ersetzt keine Reparatur durch einen Fachbetrieb.
Bei auffälligen Motorgeräuschen, beschädigten Gehäuseteilen, Problemen mit dem Gimbal oder Fehlermeldungen sollte die Drohne nicht weiter geflogen werden.
In diesem Fall ist eine fachliche Prüfung sinnvoll.
Vorbereitung auf die nächste Saison
Nach der Wartung wird die DJI Air 3S gereinigt und geschützt gelagert. Die Akkus bleiben dabei nicht dauerhaft in der Drohne.
Während der Winterpause werde ich die Akkus regelmäßig kontrollieren. Vor dem ersten Einsatz der neuen Saison folgt eine erneute Prüfung.
Dazu gehören dann wieder:
- Software- und Firmwarestand
- Akkuzustand
- Propeller
- Sensoren
- Kamera und Gimbal
- Fernsteuerung
- gesetzliche und geografische Vorgaben
- kurzer Funktionstest
So startet die Drohne vorbereitet in die nächste Flugsaison.
Mein Fazit
Die vermutlich letzte Wartung meiner DJI Air 3S für dieses Jahr ist abgeschlossen.
Firmware und FlySafe-Daten wurden aktualisiert. Akkus, Propeller, Motoren, Sensoren, Kamera, Gimbal und Fernsteuerung wurden kontrolliert. Auch das Zubehör habe ich auf Vollständigkeit und Funktion geprüft.
Regelmäßige Wartung kann nicht jedes technische Problem verhindern. Sie hilft aber dabei, Verschleiß und Beschädigungen frühzeitig zu erkennen.
Für sichere Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft gehört diese Kontrolle für mich genauso zur Vorbereitung wie die Flugplanung und die Prüfung des Einsatzortes.



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