Ein besonderes Fotoshooting beginnt oft mit einer einfachen Idee. Bei diesem Projekt wollte ich ein Dessousshooting mit einem auffälligen Science-Fiction-Look verbinden. Als Inspiration dienten die blauhäutigen Andorianer aus dem Star-Trek-Universum.
Das Ergebnis sollte jedoch keine direkte Kopie einer bekannten Figur werden. Mein Ziel war eine eigene Bildserie mit blauen Haaren, blauer Haut und einem modernen Dessous-Set. In dieser vierteiligen Blogserie zeige ich den kompletten Weg von der ersten Idee bis zu den fertigen Bildern.
Die erste Idee für das Shooting
Ich wollte schon länger ein Cosplay-Shooting umsetzen, bei dem das Model nicht einfach ein fertiges Kostüm trägt. Der Charakter sollte erst durch die Kombination aus Outfit, Farben, Licht und Bildbearbeitung entstehen.
Die Idee war ein weiblicher Science-Fiction-Charakter mit einem eleganten und selbstbewussten Auftreten. Statt einer klassischen Uniform sollte ein modernes Dessous-Set verwendet werden. Dadurch entstand eine Mischung aus Cosplay, Fashion und Dessousfotografie.
Für die Umsetzung brauchte ich ein Model, das offen für eine ungewöhnliche Idee ist und sich vor der Kamera sicher fühlt. Gleichzeitig war mir wichtig, dass das Model in alle Entscheidungen einbezogen wird.
Warum Mona zu dem Projekt passte
Für dieses Shooting arbeitete ich mit Mona zusammen. Wir hatten bereits miteinander fotografiert und kannten daher unsere Arbeitsweise. Das war bei einem aufwendigeren und etwas ungewöhnlichen Projekt ein großer Vorteil.
Mona bringt Erfahrung vor der Kamera mit und interessiert sich selbst für Cosplay. Dadurch konnte sie sich schnell vorstellen, wie der spätere Charakter wirken sollte. Sie sollte keine bestehende Star-Trek-Figur darstellen. Gemeinsam wollten wir einen eigenen Look entwickeln, der lediglich von klassischer Science-Fiction inspiriert ist.
Die vorhandene Vertrauensbasis war gerade wegen des Dessous-Outfits wichtig. Bei solchen Shootings müssen sich alle Beteiligten wohlfühlen. Grenzen, Bildideen und die spätere Veröffentlichung werden deshalb vor dem Termin klar besprochen.
Die Abstimmung mit dem Model
Am Anfang stand noch kein fertiger Ablaufplan. Zunächst sammelten wir Ideen und besprachen, wie der Charakter aussehen könnte. Dazu gehörten mehrere Punkte:
- Welche Farben sollen das Bild bestimmen?
- Wie auffällig darf das Dessous-Set sein?
- Welche Bereiche dürfen fotografiert und veröffentlicht werden?
- Soll die blaue Haut mit Make-up oder digital entstehen?
- Welche Frisur passt zum geplanten Look?
- Wie stark soll die Vorlage aus Star Trek erkennbar sein?
- Welche Posen passen zu einer selbstbewussten Science-Fiction-Figur?
Aus diesen Gesprächen entwickelte sich Schritt für Schritt ein klares Konzept. Blau sollte die wichtigste Farbe werden. Sie sollte sich später in den Haaren, der Haut und Teilen des Outfits wiederfinden.
Dessous und Cosplay miteinander verbinden
Dessousfotografie und Cosplay wirken zunächst wie zwei getrennte Bereiche. Bei diesem Projekt sollten sie bewusst zusammenkommen. Das Outfit sollte modern und attraktiv wirken, aber trotzdem zum Science-Fiction-Thema passen.
Dabei war es wichtig, dass das Dessous-Set nicht wie ein beliebiger Zusatz aussieht. Farben und Muster mussten zum geplanten Charakter passen. Auch der Tragekomfort spielte eine Rolle, denn das Model sollte sich während des gesamten Shootings sicher bewegen können.
Die endgültige Auswahl des Sets war deshalb ein eigener Teil der Vorbereitung. Wie wir das passende Dessous-Set von OddBalls ausgewählt und bestellt haben, zeige ich im zweiten Beitrag dieser Serie.
Blaue Haut oder blaues Make-up?
Eine wichtige Frage war die Umsetzung der blauen Haut. Eine vollständige Körperbemalung hätte viel Zeit benötigt. Außerdem hätte die Farbe auf das Outfit, den Studiohintergrund oder andere Flächen gelangen können.
Deshalb entschieden wir uns, die Hautfarbe später digital zu verändern. Während des Shootings blieb Monas natürliche Hautfarbe erhalten. Die Umwandlung in ein helles Blau erfolgte erst bei der Bildbearbeitung.
Diese Lösung bot mehrere Vorteile. Hautstruktur, Lichtreflexe und Schatten konnten erhalten bleiben. Gleichzeitig ließ sich der genaue Blauton nachträglich an Haare, Kleidung und Hintergrund anpassen.
Auch die Haare wurden digital bearbeitet. Dabei sollten einzelne Strähnen, feine Härchen und natürliche Lichtreflexe erhalten bleiben. Der fertige Look sollte wie eine echte Haarfarbe wirken und nicht wie eine einfache Farbfläche.
Vertrauen und klare Absprachen
Bei jedem Fotoshooting ist eine klare Absprache wichtig. Bei einem Dessousshooting gilt das besonders. Das Model muss vor dem Termin wissen, welche Bilder geplant sind und wo sie später gezeigt werden.
Wir besprachen deshalb vorab die geplanten Aufnahmebereiche, den Stil der Bilder und die Veröffentlichung. Das Model konnte eigene Wünsche einbringen und Ideen ablehnen. Auch während des Shootings blieb jederzeit die Möglichkeit, Posen oder Aufnahmen zu ändern.
Diese Abstimmung gehört für mich zur professionellen Vorbereitung. Gute Bilder entstehen nur, wenn sich das Model sicher fühlt und aktiv an der Gestaltung teilnehmen kann.
Aus einer Idee wird ein gemeinsames Projekt
Nach der Abstimmung stand das Grundkonzept fest. Geplant war eine elegante Science-Fiction-Figur mit blauen Haaren, später blau bearbeiteter Haut und einem farblich passenden Dessous-Set. Die Bildserie sollte auffällig wirken, aber trotzdem die Persönlichkeit des Models erhalten.
Damit war der erste Schritt geschafft. Als Nächstes brauchten wir das passende Outfit.
Im zweiten Teil der Serie geht es um die Auswahl und Bestellung des Dessous-Sets von OddBalls. Ich zeige, welche Farben und Muster zur Idee passten und warum wir uns für das verwendete Set entschieden haben.
Hinweis: Dieses freie Fotoprojekt wurde von Science-Fiction und den Andorianern aus Star Trek inspiriert. Es besteht keine Verbindung zu den Rechteinhabern oder zu einer offiziellen Star-Trek-Produktion.
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