Nach der Anmeldung auf Bark.com , dem Kauf der ersten Credits und mehreren verschickten Angeboten war es schließlich so weit: Mein erster über Bark.com vermittelter Fotoauftrag fand tatsächlich statt.
Bei dem Auftrag handelte es sich um ein Outdoor-Familienshooting mit insgesamt zehn Personen.
Damit war es kein kleines Portraitshooting, sondern direkt ein größeres Familienprojekt, bei dem unterschiedliche Personen, Altersgruppen und Wünsche zusammengebracht werden mussten.
Ein Familienshooting mit zehn Personen
Das Shooting fand draußen statt und hat mir großen Spaß gemacht.
Auch die Familie war mit viel Freude dabei. Alle Beteiligten haben sich gut eingebracht, eigene Ideen angenommen und gemeinsam dazu beigetragen, dass eine lockere und angenehme Atmosphäre entstehen konnte.
Gerade bei einem Familienshooting mit zehn Personen ist das nicht selbstverständlich. Es müssen verschiedene Gruppenkonstellationen organisiert, einzelne Personen passend positioniert und gleichzeitig natürliche Momente eingefangen werden.
Die Zusammenarbeit funktionierte jedoch sehr gut.
Neben den klassischen Gruppenbildern konnten unterschiedliche Zusammenstellungen fotografiert werden. Dadurch entstand eine abwechslungsreiche Bildserie, bei der sowohl die gesamte Familie als auch kleinere Gruppen berücksichtigt werden konnten.
Aus einer Bark-Anfrage wurde ein echter Auftrag
Nach den ersten Wochen mit Bark.com war für mich besonders wichtig, dass der angekündigte Auftrag tatsächlich zustande kam.
Die erste freigeschaltete Anfrage hatte zunächst zu einem Telefonat und anschließend zu einer konkreten Terminvereinbarung geführt. Das Shooting fand wie besprochen statt und war damit mein erster tatsächlich ausgeführter Fotoauftrag über Bark.
Das ist grundsätzlich positiv.
Viele kostenpflichtige Kundenanfragen führen nicht automatisch zu einem Auftrag. In diesem Fall hat sich der eingesetzte Kontakt zumindest zu einer echten Buchung entwickelt.
Trotzdem zeigte sich bei der Preisgestaltung ein Punkt, den ich bei Bark.com als Nachteil empfinde.
Der unbekannte Preiskampf
Als Dienstleister weiß ich bei einer Bark-Anfrage nicht, gegen wie viele andere Fotografen ich antrete.
Ebenso wenig weiß ich:
- welche Preise andere Fotografen anbieten
- welche Leistungen in deren Angebot enthalten sind
- wie umfangreich deren Shooting geplant ist
- wie viel Erfahrung oder Ausrüstung sie mitbringen
- nach welchen Kriterien der Kunde entscheidet
Dadurch entsteht schnell ein indirekter Preiskampf.
Man versucht, ein attraktives Angebot abzugeben, ohne zu wissen, ob man sich preislich im normalen Bereich bewegt oder bereits deutlich über beziehungsweise unter den anderen Anbietern liegt.
Da mich das Familienshooting interessiert hat und ich den Auftrag gerne durchführen wollte, bin ich bei der Kalkulation günstiger an die Sache herangegangen.
Das hat zwar dazu beigetragen, den Auftrag zu erhalten, bedeutete aber gleichzeitig, dass ich den Umfang des Shootings an das vereinbarte Budget anpassen musste.
Der Preis bestimmt auch den Leistungsumfang
Ein günstigerer Preis bedeutet nicht automatisch, dass weniger sorgfältig fotografiert wird.
Die Vorbereitung, die Kommunikation mit der Familie und die Durchführung des Shootings erfolgten selbstverständlich professionell. Trotzdem muss sich der technische und zeitliche Aufwand wirtschaftlich am vereinbarten Preis orientieren.
Bei diesem Auftrag habe ich deshalb bewusst auf zusätzliche Technik und optionale Leistungen verzichtet.
Zum Einsatz kamen beispielsweise keine:
- zusätzliche Blitztechnik
- Softboxen oder größere Lichtformer
- aufwendigen mobilen Lichtaufbauten
- ergänzenden Drohnenvideos
Bei einem Outdoor-Familienshooting kann vorhandenes Tageslicht sehr gut genutzt werden. Zusätzliche Lichttechnik hätte den Aufbau, den Transport und die Organisation jedoch deutlich erweitert.
Auch Drohnenaufnahmen wären eine interessante Ergänzung gewesen. Gerade bei einer größeren Familie können Gruppenaufnahmen aus einer erhöhten Perspektive oder kurze Videosequenzen eine besondere Erinnerung schaffen.
Diese Leistungen waren bei dem über Bark.com vereinbarten Preis jedoch nicht Bestandteil des Angebots.
Direkte Anfrage oder Vermittlungsportal
Hätte mich die Familie direkt über meine Webseite kontaktiert, wäre die Ausgangssituation vermutlich etwas anders gewesen.
Bei einer direkten Anfrage kann ich ausführlicher erklären, welche Leistungen möglich sind und welche Erweiterungen sinnvoll sein könnten.
Dazu könnten beispielsweise gehören:
- zusätzliche Drohnenfotos oder Drohnenvideos
- ein mobiles Blitz- und Lichtsetup
- eine längere Shootingdauer
- weitere Gruppenkonstellationen
- zusätzliche bearbeitete Bilder
- hochwertige Fotoprodukte und Abzüge
Der Kunde kann dann selbst entscheiden, welche Leistungen gewünscht sind und welches Paket am besten zum geplanten Shooting passt.
Bei Bark liegt der Fokus dagegen häufig zunächst darauf, überhaupt den Zuschlag für die Anfrage zu erhalten. Dadurch kann der Preis bei der Entscheidung eine größere Rolle spielen als der individuelle Leistungsumfang.
Mein Fazit zum ersten Bark-Shooting
Das Shooting selbst war eine sehr positive Erfahrung.
Die Familie war sympathisch, engagiert und hatte sichtbar Freude an den Aufnahmen. Auch mir hat die fotografische Umsetzung viel Spaß gemacht.
Das wichtigste Ergebnis ist daher: Aus meiner ersten freigeschalteten Bark-Anfrage ist tatsächlich ein bezahlter Fotoauftrag entstanden.
Kritisch sehe ich weiterhin die Art der Preisfindung.
Da nicht erkennbar ist, wie viele Fotografen ein Angebot abgeben und welche Preise aufgerufen werden, entsteht eine schwer einzuschätzende Konkurrenzsituation. Wer den Auftrag unbedingt erhalten möchte, ist schnell versucht, günstiger anzubieten.
Dadurch kann sich jedoch auch der mögliche Leistungsumfang reduzieren.
Für mich bleibt deshalb wichtig, zukünftig noch genauer zu prüfen, welche Bark-Anfragen wirtschaftlich zu meinem Angebot passen und bei welchem Preis ich die gewünschte Qualität sowie einen angemessenen Leistungsumfang anbieten kann.
Nach rund vier Wochen wieder eine neue Anfrage
Nach der längeren Ruhephase gab es inzwischen eine weitere Entwicklung.
Etwa vier Wochen nach den vorherigen Anfragen erhielt ich wieder eine neue Kundenanfrage über Bark.
Auch auf diese Anfrage habe ich mich beworben und ein Angebot abgegeben.
Ob daraus erneut ein Gespräch oder sogar ein weiterer Auftrag entsteht, ist aktuell noch offen. Die neue Anfrage zeigt jedoch zumindest, dass das Portal nach der mehrwöchigen Funkstille nicht vollständig inaktiv geblieben ist.
In einem weiteren Teil meiner Serie werde ich berichten, ob eine Rückmeldung auf dieses Angebot erfolgt und wie sich meine bisherige Bark-Bilanz weiterentwickelt.
Mein bisheriger Stand
Nach dem ersten durchgeführten Shooting sieht meine bisherige persönliche Bilanz folgendermaßen aus:
- drei zunächst bearbeitete Bark-Anfragen
- drei verschickte Angebote
- eine direkte Rückmeldung
- ein telefonisches Vorgespräch
- ein erfolgreich durchgeführtes Familienshooting
- zwei Angebote ohne Reaktion
- rund vier Wochen kaum neue Anfragen
- anschließend eine weitere Anfrage mit neuem Angebot
Ein abschließendes Urteil über Bark ist damit noch nicht möglich.
Das erste Shooting zeigt, dass über die Plattform echte Aufträge entstehen können. Gleichzeitig bleiben die Kosten für Credits, die unklare Konkurrenzsituation und die teilweise ausbleibenden Antworten wichtige Punkte, die bei der Bewertung berücksichtigt werden müssen.
Transparenzhinweis
Dieser Beitrag beschreibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen mit Bark.
Andere Fotografen und Dienstleister können abhängig von Region, Preisen, Leistungen und Nachfrage zu anderen Ergebnissen kommen. Persönliche Daten der Familie und genaue Einzelheiten des Auftrags werden selbstverständlich nicht veröffentlicht.
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